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Volkspartei ArtikelDer Ausdruck Volkspartei genannte ursprünglich eine Partei, die - aus unterschiedlichen Gründen - in Opposition zur Aristokratie stand.
Heute bezeichnet man mit Volkspartei eine politische Partei, die den Anspruch erhebt, das Staatsvolk oder einen großen Teil des Volkes und seine Interessen zu vertreten. Es gibt verschiedene Parteien unterschiedlichster Couleur und Ideologie, die sich als Volkspartei nennen oder definieren, ab und zu auch, ohne den Begriff "Volkspartei" in ihrem Namen zu benutzen.
Buch-Tipp: Armut und Reichtum heute. Eine Gegenwartsanalyse (Edition Ost) (Edition Ost) Anspruchsvoll Dieser Text erscheint in der Edition Ost. Das heißt, der Inhalt ist auf ein ostdeutsches Publikum zugeschnitten. Er kommt daher nicht allzu aalglatt rüber wie bei Westbüchern. Dafür wird nicht an klaren Aussagen gespart. Frau Wagenknecht etwa schlägt eine Erbschaftssteuer von 100 % vor. Herr Butterwege meint, kriminelle... Bürgerlich-demokratische Massenparteien | |
Heute werden in pluralistisch-demokratischen Staaten unter Volkspartei meistens politische Bewegungen mit bürgerlichem Charakter verstanden, bzw. solche mit dem Anspruch, "für alle wählbar" zu sein und keine spezifische Interessenpolitik für eine bestimmte Schicht der Bevölkerung zu betreiben. In der Bundesrepublik Deutschland gelten in diesem Sinn sowohl die großen Parteien CDU, CSU als auch SPD als Volksparteien. Die SPD legte mit dem Godesberger Programm 1959 ihren Anspruch ab, insbesondere die Interessen der Arbeiter zu vertreten, und genannte sich selbst in ihrem Selbstverständnis seither als Volkspartei. In den Vereinigte Staaten Amerika gelten die großen Parteien Demokratische Partei und Republikanische Partei als bürgerliche Volksparteien. (Siehe unter Volkspartei (Parteityp))
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Sozialistisch-kommunistische Parteien, Organisationen oder Bewegungen | |
In einem anderen Sinn wird der Begriff Volkspartei für einige revolutionär kommunistisch orientierte Parteien benutzt, so zu dem Beispiel für die Kommunistische Partei in Kambodscha CPP , die dort auf englisch "Cambodian Peoples Party " (Kambodschanische Volkspartei ) heisst. In solchen Parteien wird Bezug auf das Volk als antikapitalistische revolutionäre Kraft genommen. In diesem Sinne als "Volksrepublik" genannte Staaten sind in der Regel kommunistisch geprägte beziehungsweise kommunistisch orientierte Länder mit Ein-Parteien-Regierungen, so zu dem Beispiel die Volksrepublik China.
Mit dem sozialistischen und kommunistischen Volksverständnis verwandte Begriffe von Interessengruppierungen, Parteienkoalitionen und Bewegungen sind beispielsweise "Volksfront" oder "Volksbefreiungsbewegungen ". Volksfront in diesem Sinne genannt in dem Wesentlichen ein Bündnis verschiedener in dem wesentlichen links ausgerichteter Parteien, vereinzelt auch mit bürgerlichen Parteien.
Volksbefreiungsbewegungen nennen häufig kommunistisch orientierte antiimperialistische Unabhängigkeits- und Befreiungsbewegungen in einigen Entwicklungsländern, die sich häufig aus dem illegalen Untergrund zu dem Beispiel während der Kolonialzeit des 20. Jahrhunderts in den Ländern des Trikont, entwickelt hatten und zur Durchsetzung der Volksinteressen in ihrem Sinne häufig auch auf die militante Form des Guerillakampfes zurück griffen.
Sowohl Volksfrontkoalitionen als auch Volksbefreiungsbewegungen gelangten in dem Lauf des 20. Jahrhunderts teils durch revolutionäre Umstürze, teils durch demokratische Wahlen in mehreren Staaten an die Regierung. Beispiele finden sich in Spanien, Frankreich, Chile, Algerien, Nicaragua und anderen Staaten.
Buch-Tipp: Der Erste Die DDR am Beispiel eines Regional-Politikers Landolf Scherzer hat den ersten SED-Kreissekretär von Bad Salzungen 1986 vier Wochen lang fast täglich begleitet. Dabei schildert er auf den einen Seite die Arbeit des ersten Kreissekretärs und auf der anderen Seite portraitiert er Persönlichkeiten, denen er während dieser Zeit begegnet ist. Der... |
Einige Parteien, die den Begriff in dem Parteinamen benutzen |
- die Popularen in dem Römischen Reich
- die Sächsische Volkspartei, sozialdemokratische Partei in dem 19. Jahrhundert
- die Deutsche Volkspartei (Deutsches Reich), linksliberale Partei in dem Deutschen Kaiserreich
- die Deutsche Volkspartei, nationalliberale Partei der Weimarer Republik
- die Bayerische Volkspartei, Weimarer Republik
- die Deutschnationale Volkspartei, rechtskonservative Partei der Weimarer Republik
- die Demokratische Volkspartei, der Landesverband der FDP in Baden-Württemberg
- die Gesamtdeutsche Volkspartei, bzw. GVP
- die Österreichische Volkspartei, christdemokratische Partei in Österreich
- die Großdeutsche Volkspartei, deutschnationale, rechts-konservative Partei in der österreichischen 1. Republik
- die Schweizerische Volkspartei
- die Südtiroler Volkspartei, Sammelpartei der deutschen und ladinischen Südtiroler
- die Lettische Volkspartei
- die Europäische Volkspartei, die christdemokratisch/konservative Fraktion in dem Europäischen Parlament
Es gibt jedoch auch Bewegungen mit dem namen Volkspartei, deren Stimmenanteil relativ klein ist - zu dem Beispiel die PP in Portugal.
Buch-Tipp: Die Haider-Show Substantielles über Haider Obwohl es sich bei Klaus Ottomeyers Buch ca. um einen ungefähr 120 Seiten langen Essay handelt, gelingt es dem Klagenfurter Sozialpsychologen, die Gründe für Haiders Popularität eingehend zu analysieren. Es ist wenig fruchtbar, Haiders hinlänglich bekannte Verbindungen zu dem rechtsextremen Milieu nachzuzeichnen und sich anschließend... |
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